Lesen

Ich habe gelesen: Die Schöne und der Vampir

von Lynsay Sands.

Der 37. Band der Argeneau-Reihe der Autorin erschien am 19.12. und ich habe ihn als Kindle-Band vorbestellt. Achtung: Spoiler vorraus!

Die Geschichte

Beschreibung von Amazon: Beim House-Sitting für ihre Chefin entdeckt Abril Newman, dass im Garten des Anwesens eine Leiche vergraben wurde. Als Detective Crispin Delacorte am Schauplatz eintrifft, wird sie zum Glück gründlich abgelenkt von dem grausigen Fund. Denn der attraktive Unsterbliche lässt ihr Herz sofort höher schlagen. Auch Crispin ist verzaubert von Abril, und es fällt ihm schwer, sich auf den Fall zu konzentrieren, selbst als er herausfindet, dass ein abtrünniger Vampir involviert ist. Aber wozu ist man ein Unsterblicher, wenn man es nicht schafft, gleichzeitig einer Dame den Hof zu machen, einen Mordfall zu lösen und einen mordlustigen Vampir zur Strecke zu bringen?

Meine Kritik

Ich habe mich eigentlich auf den Band gefreut, doch wurde ein wenig enttäuscht. Klar, eigentlich ist die Geschichte wie üblich. Unsterblicher trifft auf seine Lebensgefährtin und umwirbt sie, etwas, was normalerweise für extreme Verwicklungen sorgt. 

In dieser Geschichte sind die Verwicklungen aber eher wenig. Erst als ein Unsterblichen-Skelett gefunden wird und die Geschichte in Fahrt kommt, muss Crispin seiner Angebeteten erzählen, was Unsterbliche sind und in welcher Weise sie beide zusammengehören. Das macht er erstaunlicherweise gut und auch Abril nimmt es eher gelassen auf. 

Es tauchen viele Verwandte und andere Abtrünnigenjäger auf, die schon aus vorigen Bänden bekannt sind. Leider bekommt nur Lucian wirklich signifikante Dialoge, nicht mal Bricker, der sonst immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, ist erstaunlich still. Sie sind zwar da, aber die Geschichte braucht sie eigentlich nicht. 

Die Hintergrundgeschichte von Abril wird zwar erzählt, spielt allerdings in der Geschichte keinerlei signifikante Rolle mehr. 

Schade eigentlich, aus der Story hätte man durchaus mehr machen können. Viele Elemente sind eher nur dazu gedacht, Seiten zu füllen und gehen weniger in die Tiefe als andere Bücher der Serie.

Fazit

Ich bin ein wenig enttäuscht. Man merkt, der Serie fehlt ein großer Gegner, wie Leonius oder Dr. Dressler. Dabei hätte ich durchaus einige Ideen um die Serie jenseits der üblichen Liebesgeschichte voranzubringen. Beispielsweise: Ein Konkurrenzunternehmen zu Argeneau Inc. stiehlt Nanos und testet sie an Menschen, die dadurch zu Unsterblichen werden. Das kann man – ähnlich wie die Geschichte um Dr. Dressler – zu einem größeren Story-Arc aufbauen. Oder: Ein ehemaliger Assistent von Dressler experimentiert mit Nanos und es gelingt, die Nanos in einem Unsterblichen abzuschalten. Ein Opfer ist Lucian und er ist davon gar nicht erbaut. 

Daher für heute nur drei von fünf Sternen.